Mediation

Mediation spart Zeit, Geld und Nerven. Ja – aber nicht nur.
In der Mediation begegnen sich die Beteiligten auf Augenhöhe und können sich danach noch in die Augen schauen. Sie haben den Raum Dinge anzusprechen und erarbeiten selbst die Lösung ihres Problems.
Zur Mediation eignen wir uns gerade als anwaltlicher Mediator, weil wir Ihnen auch die rechtliche Linie samt Rechtsprechung an die Hand geben können. Diese ist erfahrungsgemäß für die meisten Beteiligten wichtig, da sich keiner im „luftleeren“ Raum einigen möchte – also ohne zu Wissen, wie der rechtliche Rahmen ist.
Wir führen Ihre Mediation zum Erfolg, weil wir neben unserem Fachwissen über Erfahrung in der Mediationsleitung und das nötige Fingerspitzengefühl verfügen.

  • Was ist Mediation?
  • Wann ist die Mediation geeignet?
  • In welchen Bereichen eignet sich Mediation?
  • Beteiligte
  • Mediator
  • Mediationsablauf
  • Positionen und Interessen
  • Vorteile der Mediation
Die Mediation ist ein außergerichtliches, schnelles und daher kostengünstiges Verfahren zur Konfliktlösung. Das Mediationsverfahren ist gerade bei wirtschaftlichen und familiären Beziehungen der Beteiligten interessant. Denn: Die Mediation löst nicht nur das Problem in der Sache, sondern klärt auch die persönlichen Beziehungen der Beteiligten. In der Mediation erarbeiten Sie zusammen – angeleitet durch den Mediator und den Verfahrensablauf – rechtsverbindliche und für die Zukunft funktionierende Lösungen. Mediationen haben eine Erfolgsquote zwischen 80 und 90 %. Die Mediation bietet auch weitere Vorteile wie einen selbstbestimmter Verfahrensablauf und Vertraulichkeit. Die Mediation löst nicht nur das Problem selbst, sondern schafft darüber hinaus zusätzliche Mehrwerte – für beide Seiten. Die erfolgreiche Mediation erreicht eine „win-win-Situation“ – also eine Lösung, die alle Interessen der Beteiligten berücksichtigt. Gerade deshalb werden diese Lösungen auch von den Beteiligten anerkannt und durchgeführt. Darin liegt die Stärke der Mediation: Keine Lösung ist besser als diejenige, die die Parteien selbst erarbeitet haben.
  • Bei langfristigen Beziehungen zwischen den Beteiligten.
  • Wenn eine schnelle und verbindliche Konfliktlösung gewünscht ist.
  • Wenn absolute Vertraulichkeit wichtig ist.
  • Wenn zukunftsorientierte und langfristige Lösungen gewünscht sind.
  • Familienrecht

    Bei Trennung und Scheidung bietet sich Mediation besonders an: Hier klären wir Unterhaltsansprüche für den Ehepartner, Unterhalt für Kinder, Zugewinnansprüche, die Vermögensauseinandersetzung und den Umgang mit den Kindern. Es ist auch Raum, persönliche Dinge oder Weiteres wie Versicherungen, Steuerliches etc. zu besprechen. Ziel ist eine einvernehmliche Auseinandersetzung ohne langen Streit.

  • Erbrecht

    Mediation beugt Konflikten vor oder lässt diese nicht eskalieren – z. B. im Rahmen des Pflichtteilsrechts oder bei Erbauseinandersetzung unter Mieterben. Häufig sollen auch schon vor dem Erbfall im Rahmen der vorweggenommen Erbfolge bestimmte Dinge geklärt (z. B. Übertragung von Hausgrundstücken auf ein Kind) und alle Familienmitgliedern einbezogen werden, um späteren Streit zu vermeiden. Mit der Mediation wahren wir den Familienfrieden.

  • Innerbetriebliche Streitigkeiten, Arbeitsrecht

    Sind Ihnen Betriebsklima, Betriebsfrieden, Zusammenarbeit ohne Spannungen und langfristige Mitarbeiter wichtig? Und effizientes Arbeiten und Ertragssteigerung? Das entscheidet sich nicht nur an den „harten“ Fakten – Mitarbeiter sind der entscheidende Schlüssel.Die Mediation eignet sich hervorragend um die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern untereinander, Mitarbeitern und Vorgesetzten und innerhalb oder zwischen Abteilungen/Teams zu verbessern. Sie löst Spannungen und Konflikte.Zufriedene Mitarbeiter gehen gerne in die Arbeit und sind motivierter. Mit Mediation haben wir so machen Personalwechsel vermieden, der Zeit, Ressourcen und Geld kostet!

  • Baurecht

    Mediation hilft, wenn z. B. Streitigkeiten über Mängel oder Honorarforderungen bestehen und die Baustelle fertiggestellt werden muss. Mit der Mediation können auch teure und langwierige Gutachten vermieden werden.

  • Gesellschaftsrecht

    Gerade bei Auseinandersetzungen im Gesellschaftsrecht geht es um viel – finanziell und persönlich. Streitigkeiten können oft Jahre dauern, belasten und die Gesellschaft gefährden. In der Mediation finden wir Lösungen für Konflikte zwischen Gesellschaftern, auf Managementebene, in Familienunternehmen oder wenn die Unternehmensnachfolge ansteht.

  • Mietrecht

    Mediation hilft bei Streitigkeiten innerhalb von Mehrfamilienhäusern, zwischen einzelnen Mietern, innerhalb der Hausgemeinschaft oder zwischen Vermieter und Mieter

  • Nachbarschaftsstreitigkeiten

    Streitigkeiten und Probleme in der Nachbarschaft sind eine hohe emotionale Belastung – über lange Dauer hinweg. Es geht um Lärm, Wegenutzung, Wasser und Schnee, Überbauten und verbale Auseinandersetzungen. Manche Betroffenen überlegen sogar, die Wohnung zu verlassen, um dem Streit zu entkommen. Aber das ist nicht immer so einfach möglich. Mediation bietet sich hier besonders an: Sie klärt die Sachprobleme und die Beziehung zwischen den Beteiligten, so dass ein Nebeneinander wieder und weiter möglich ist.

Sie sind in der Mediation entscheidend und entscheiden selbst. Sie als Beteiligte begegnen sich in der Mediation auf Augenhöhe und finden Lösungen, so dass Sie sich danach noch in die Augen sehen können. Sie haben in der Mediation den Raum Dinge anzusprechen und erarbeiten selbst die Lösung Ihres Problems. Der Mediator hat in der klassischen Mediation keine Entscheidungskompetenz. Er unterstützt den Kommunikationsprozess, strukturiert das Verfahren und leitet die Parteien an, selbst Lösungen zu finden. Häufig wollen die Beteiligten aber gerade die rechtliche Linie wissen und sich nicht im „luftleeren“ Raum einigen; wir als anwaltlicher Mediator geben Ihnen diese rechtliche Line und helfen so bei der Lösung mit.
  • Als Mediator haben wir eine Moderations-, Leitungs- und Lenkungsfunktion.
  • Wir als anwaltlicher Mediator bringen nach Ihrem Wunsch das rechtliche Know-How ein; denn meist will keiner der Beteiligten ohne das Wissen um den rechtlichen Rahmen eine Vereinbarung schließen.
  • Ein Mediator ist unparteiisch und dient beiden Beteiligten gleichermaßen.
  • Er wahrt die Vertraulichkeit aller Informationen.
  • Der Mediator zeichnet sich durch seine Kommunikations- und Verhandlungstechniken aus. Er strukturiert die Verhandlung und setzt die Verhandlungsdynamik in Gang.
  • Im Gegensatz zu einer anwaltlichen Vertretung ist der Mediator nicht Parteivertreter und erhält somit vertrauliche Informationen beider Beteiligten. Dies ermöglicht eine erhebliche Wertschöpfung.
  • Wir als Mediator führen Ihre Mediation zum Erfolg, weil wir neben unserem Fachwissen über Erfahrung in der Mediationsleitung und das nötige Fingerspitzengefühl verfügen.

Auswahl des Mediators

Die Beteiligen einigen sich auf einen Mediator. Der Mediator sollte über eine einschlägige Ausbildung, sowie ggf. Rechtskenntnisse verfügen. Ein Anwalts-Mediator bringt das rechtliche Wissen ein; erfahrungsgemäß will kein Beteiligter sich im „luftleeren“ Raum einigen, sondern zumindest die rechtliche Linie wissen, bevor er eine Vereinbarung abschließt.

Phase I: Einstieg in die Mediation

Nach einem Erstgespräch über die Mediation wird eine Mediationsvereinbarung geschlossen. Darin werden die „Spielregeln“ festgehalten. Diese Spielregeln betreffen nicht nur das Verhalten, sondern auch den Ablauf, wie Mitwirkungspflichten und Vertraulichkeitserklärungen. Der Mediationsvertrag regelt auch die Vergütung des Mediators. Im Regelfall teilen sich die Beteiligten die Kosten des Mediators. Hierin liegt der Unterschied zur streitigen Auseinandersetzung, bei der die Parteien ihre Kosten selbst tragen (außergerichtlich) bzw. bei Gericht der Unterliegende alle Kosten bezahlt. Weiterhin werden die organisatorischen Rahmenbedingungen (wie Zeit, Ort, Häufigkeit der Sitzungen, Mediationsprotokolle) besprochen.

Phase II: Bestandsaufnahme und Sachverhaltsklärung

Jeder Beteiligte schildert den Sachverhalt aus seiner Sicht. Danach werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.

Hier werden wir oft gefragt: „Ist das nötig, dass wir das alles nochmal erzählen?“ Ja ist es – denn bereits hier erleben wir nahezu in jeder Mediation bei den Beteiligten einen „Aha-Effekt“: Aspekte waren so bisher nicht bekannt oder wurden anders verstanden!

Phase III: Erforschung der Interessen

Zentrale Aufgabe der Mediation ist es, zwischen Positionen und Interessen zu unterscheiden. Die meisten Beteiligten sprechen nur über ihre Positionen; eine Position ist z. B. ein Zahlungsanspruch, z. B. „Ich will 50.000,00 €“ etc. Das Interesse ist das dahinter liegenden Motiv, also das „warum“ der Forderung und weitere individuelle Punkte z. B. den Erhalt der Beziehungen, Anerkennung geleisteter Arbeit, finanzieller Absicherung, emotionale Aspekte etc.

Diese Differenzierung zwischen Positionen und Interessen hat eine zentrale Stellung in der Mediation. Sie entschärft den Konflikt und führt zu langfristigen Lösungen. Zusätzlich löst die Mediation nicht nur das Problem selbst, sondern schafft über die Lösung der eigentlichen Sache hinaus zusätzliche Mehrwerte – für beide Seiten. Zur Verdeutlichung das „Orangenbeispiel“ Zwei Schwestern streiten um eine Orange. Jede der beiden beansprucht die Orange. „Ich will die Orange haben“ – ist die Position. Die Schwestern kamen überein, die Orange zu halbieren. Die eine Schwester aß ihre Hälfte und warf die Schale weg. Die andere Schwester warf das Innere weg und benutzte nur die Schale zum Kuchenbacken. Hätten die Schwestern ihre Interessen offengelegt – „Fruchtfleisch“ bzw. „Orangenschale“, hätte jede von ihnen das gewollte Ganze erhalten. Die Interessen sind der Ansatz, um Lösungen zu finden. Weiß man, was ein Beteiligter will und warum er das möchte, ist es möglich, nicht nur das Problem selbst zu lösen, sondern sogar Mehrwerte über die Lösung hinaus zu schaffen.

Phase IV: Entwickeln und Bewerten von Lösungen

In einem „Brainstorming“ suchen die Beteiligten Lösungsansätze anhand der erarbeiteten Interessen. In einem zweiten Schritt werden die vorgeschlagenen Ideen bewertet: Welche davon sind realisierbar? Welche sind gerecht? Welche Vorteile oder Nachteile haben die vorgeschlagenen Lösungen? Mit welchem Ansatz wird die größte Wertschöpfung erzielt? In diesem Schritt werden die Gesamtlösungen der Mediation erarbeitet.

Phase V: Der Mediationsvergleich

Das gefundene Ergebnis wird fixiert: Verpflichtungen werden festgeschrieben, die Durchsetzbarkeit geregelt, offene Punkte und ggf. unverbindliche Vorverständigungen festgehalten und weitere Schritte aufgenommen. Die in der Mediation erarbeitete Lösung wird von allen Beteiligten akzeptiert und eingehalten. Sie selbst haben daran mitgearbeitet und es wurden nicht nur die Positionen, sondern auch die eigenen Interessen in der Lösung berücksichtigt. Die erfolgreiche Mediation endet damit in einer „win-win-Situation“ – also einer Lösung, die allen Interessen beider Beteiligten gerecht wird. Darin liegt auch die Stärke der Mediation: Keine Lösung ist besser als diejenige, die die Parteien selbst erarbeitet haben.

Positionen sind die geltend gemachten Ansprüche – „Das will ich haben“.

Interessen sind die hinter der Forderung liegenden Motive und persönlich wichtigen Gesichtspunkte, also das „weshalb“, „warum“ oder „wozu“.

Zur Verdeutlichung das „Orangenbeispiel“

Zwei Schwestern streiten um eine Orange. Jede der beiden beansprucht die Orange. „Ich will die Orange haben“ – ist die Position. Die Schwestern kamen überein, die Orange zu halbieren. Die eine Schwester aß ihre Hälfte und warf die Schale weg. Die andere Schwester warf das Innere weg und benutzte nur die Schale zum Kuchenbacken. Hätten die Schwestern ihre Interessen offengelegt – „Fruchtfleisch“ bzw. „Orangenschale“, hätte jede von ihnen das gewollte Ganze erhalten.

Mediation Gerichtsverfahren/Urteil
  • Vielschichtigere und umfassende Lösungen
  • zusprechendes oder abweisendes Urteil und damit „alles-oder-nichts-Lösung“
  • Interessen beider Parteien werden berücksichtigt
  • Positionen werden verhandelt und beurteilt
  • win-win-Situation
  • win-lose-Situation
  • Lösung der Sach- und Beziehungsebene
  • Nur Lösung der Sachebene
  • Mediator befasst sich intensiv mit dem Streitstoff
  • Zeitdruck bei Gerichten
  • Parteien finden selbst eine Lösung und identifizieren sich damit
  • Richter (und damit Dritter) urteilt; Parteien wird die Lösung vorgegeben
  • Teileinigungen möglich
  • Vergleich möglich
  • Verfahren ist schnell, einfach und flexibel
  • langwieriges Verfahren
  • unkonventionell gestaltbar
  • Bindung an Verfahrensabläufe
  • Kostengünstig, da schnelles Verfahren und Mediationskosten werden häufig von beiden Parteien hälftig getragen
  • Kostenintensiv (Kosten für zwei Rechtsanwälte sowie Gerichts- und Sachverständigenkosten)
  • Vertraulichkeit (wichtig bei Offenlegung von Betriebsinterna)
  • Öffentlichkeit der Verhandlung
Dr. Kastl & Kollegen PartmbB, Rechtsanwälte

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